Alfa Romeo Giulia GT Bertone (1963-1977)

Das Alfa Romeo Giulia GT Coupe war bis anhin das erfolgreichste Coupe von Alfa Romeo. Es blieb 14 Jahre in Produktion und es entstanden 256’239 Stück. Die zweitürige Stufenheck Coupe-Karossiere blieb dabei über all die Jahre weitgehend unverändert. Sie stammt von Giorgetto Giugaro by Bertone, weshalb auch der Name Bertone Coupe geläufig ist. Es gab lediglich wenige Cabriolets und ein Zagato Modell mit eigenständiger Karossiere. Alle Giulias haben Vierzylinder Frontmotoren mit 1.3 – 2.0 Liter Hubraum und einem Leistungsbereich von 87 bis 240 PS sowie Hinterradantrieb. Die Giulia-Modelle waren technisch sehr modern ausgerüstet mit Alu-Motor, 5-Gang Getriebe und Scheibenbremsen an allen vier Rädern. Es gab grob vier Ausführungen, GTs, GTVs, Juniors und GTAs.

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Alfa Romeo Giulia Sprint GT (1963–1965) ***

Die erste Version der Giulia GT wurde 1963 in Frankfurt vorgestellt. Sie verfügte über den aus der Limousine bekannten 1.6 Liter Motor mit 102 PS. Es ist die einzige Version die den Zusatz Sprint bekam. Weiteres Erkennungsmerkmal ist der Grill mit dem rechteckigen Gitternetz. Das Modell blieb im Programm bis 1966 und wurde von den Modellen Junior und GTV abgelöst. Es entstanden 21’542 Exemplare.

Hubraum / BauformLeistungStückzahl
1’570 ccm / R4102 PS21’542

Alfa Romeo Giulia GTC (1964–1966) ****

1964 präsentierte Alfa Romeo die Giulia GT Spider und ersetzte damit den alten Giulia Spider sowie auch den 2600 Spider. Der GTC wurde bei Touring hergestellt. Dabei wird den Giulia GT’s das Dach entfernt und mit einem einlagigen Verdeck, dass komplett versenkt ist ersetzt. Die Autos wurden zwar an einigen Stellen verstärkt, sie sind aber starken Verwindungen ausgesetzt. Technisch entsprechen sie weitgehenden dem Sprint GT. Es wurden ca. 1000 Exemplare gefertigt bis da Modell 1966 durch den Alfa Romeo Spider ersetzt wurde.

Hubraum / BauformLeistungStückzahl
1’570 ccm / R4102 PSca. 1000

Alfa Romeo Giulia GT Veloce (1965–1968) ***

Als 1966 die kleine Giulia Junior mit dem 1300 Motor erschien wurde die Leistung des 1600 Motors auf 109 PS erhöht. Die Giulia bekam den Zusatz GT Veloce oder abgekürzt GTV. Optisch wurde nur wenig verändert. Neu war der Kühlergrill mit den drei waagrechten Zierleisten. Der 1600 blieb bis 1969 in Produktion und wurde durch die Giulia 1750 GTV ersetzt. In der nur kurzen Produktionszeit entstanden 14’240 Exemplare.

Hubraum / BauformLeistungStückzahl
1’570 ccm / R4109 PS14’240

Alfa Romeo Giulia 1750 GT Veloce (1968–1972) ***

1968 stellte Alfa Romeo den neuen GTV in Brüssel vor. Zum Einsatz kam ein vergrößerten Motor mit 1779 ccm Hubraum, welcher 113 PS leistet und als Langhuber auch über mehr Drehmoment verfügt. Die Bezeichnung 1750 soll an die legendären Alfa Romeo 1750 6C erinnern. Mit der Einführung des 1750 GTV wurde auch erstmals die neu Front ohne Kante eingeführt. Zusätzlich erhielt der GTV nun Doppelscheinwerfer und eine höherwertig Innenausstattung. Bis zur Ablösung durch den 2000 GTV wurden 44’265 Exemplare hergestellt.

Hubraum / BauformLeistungStückzahl
1’779 ccm / R4113 PS44’265

Alfa Romeo Giulia 2000 GT Veloce (1971–1977) ****

1971 stellte Alfa Romeo das neue Spitzenmodell den 2000 GTV vor. Der Motor war ein vergrößerter 1750 Motor, wobei der Hub blieb und die Bohrung vergrößert wurde. Der Motor leistet 131 PS und 185 Nm, damit erreicht die Giulia die 200km/h-Marke. Äusserlich entspricht sie dem Modell 1750 GTV bis auf das neue Heck. Die Giulia 2000 GTV hat als einzige der Modellreihe breitere Rückleuchten mit integrierten Rückfahrscheinwerfer. Bis zum Produktionsende 1977 entstanden 37’459 Exemplare.

Hubraum / BauformLeistungStückzahl
1’962 ccm / R4131 PS37’459

Alfa Romeo Giulia GT 1300 Junior (1965–1977) ***

Im Februar 1966 stellte Alfa Romeo den GT 1300 Junior vor. Sie war das neue Einstiegsmodell in die Modellreihe. Der 1300 Motor leistet 87 PS. Äusserlich unterscheidet sich der Junior von 1600 GTV nur durch die Verwendung nur einer statt drei waagrechten Zierleisten an der Front. Das Modell blieb bis 1977 weitgehenden unverändert im Programm. 1970 wurde die Kantenhaube durch die flache Version ersetzt. Die Einzelscheinwerfer und die einzelne waagrechten Chromleiste blieb das Erkennungsmerkmal. In der langen Bauzeit entstanden 92’053 Exemplare und ist damit die häufigste Ausführung der Giulia GT.

Hubraum / BauformLeistungStückzahl
1’290 ccm / R487 PS92’053

Alfa Romeo Giulia GT 1600 Junior (1974–1977) ***

Für 1974 kam der 1600 Motor erneut ins Programm. Technisch entspricht der GT 1600 Junior dem 1600 GTV von 1965-68. Optisch hatte er keine Kantenhaube mehr, sondern die flache Ausführung des 1300 Junior. Die Front hat zwei Rundschweinwerfer und eine waagrechte Chromleiste. Bis zum Ende der Modellreihe 1977 wurden 14’299 Exemplare hergestellt.

Hubraum / BauformLeistungStückzahl
1’570 ccm / R4109 PS14’299

Alfa Romeo Giulia Junior Z (1969–75) **

Wie üblich entstand auch von der Giulia GT eine Version bei Zagato in Mailand. Zur Anwendung kam die Bodengruppe des Alfa Romeo Spiders, der einen kürzeren Radstand als die Giulia hatte. Die Technik wurde von der Giulia GT übernommen. Sowie die für die damalige Zeit recht moderne Zagato Karosserie gezeichnet von Ercole Spada. Besonders auffallend war die mit Plexiglas verkleidete Front und der vollständig aus Glas bestehende Heckdeckel. Ab 1969 lief die Fertigung des Zagato Junior mit den 1.3 Liter Motor an. Ab 1972 wurde der 1.6 Liter Motor verwendet. Es entstanden rund 1500 Exemplare, davon 1100 mit den 1.3 Liter Motor.

Hubraum / BauformLeistungStückzahl
1’290 ccm / R487 PS1’108
1570 ccm / R4109 PS402

Alfa Romeo Giulia 1600 GTA (1965–1969) ***

1965 lancierte Alfa Romeo ein Serie von Giulia GT Modellen für Renneinsätze. die sogenannten GTA Modelle. Je nach Auslegung steht das A für allegerita (erleichtert) oder Aluminium. Als Basis diente das Serienmodell wurde aber mit Aluminium Teilen um 250kg erleichtert. Die erste Serie der GTA Modelle verwendete den 1600 Motor welcher auf 115PS bzw. im Renntrimm auf 170 PS gebracht wurde. Bis 1970 wurden 500 Exemplar des 1600 GTA hergestellt.

Hubraum / BauformLeistungStückzahl
1’570 ccm / R4115 PS500

Alfa Romeo Giulia 1300 GTA (1968–1972) ***

Als Ergänzung bzw. zur Ablösung des 1600 GTA erschien 1968 der 1300 GTA. Der Motor basiert auf den 1300 Alfa Motor wurde aber in Hub und Bohrung verändert, so dass er äußerst drehfreudig ist. Der Motor hat ein Höchstdrehzahl von 7500 U/min und leistet 95 bzw. 160 PS im Renntrimm. Bis 1972 entstanden 447 Exemplare.

Hubraum / BauformLeistungStückzahl
1’290 ccm / R495 PS447

Alfa Romeo Giulia GTAm (1971–1972) ****

Der GTAm ist eine weiterentwickelte Version des GTA. Zur Anwendung kam ein auf dem 1600 Liter basierender Motor, der auf 2000 Liter vergrößert wurde. Dieser Motor leistet 240 PS. Die Karosserie wurde in Stahlblech verbreitert. Es entstanden etwa 40 Exemplare.

Hubraum / BauformLeistungStückzahl
1’985 ccm / R4240 PSca. 40